Rezension „Die Banner von Haven“



Titel: Die Banner von Haven
Autorin: Carrie Vaughn
Format: Klappbroschur
Preis: 18,00
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-03880-008-8
Meine Wertung: 3,5/5 Herzchen
Verlag: Arctis
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Über die Autorin

Carrie Vaughn wurde 1973 in Kalifornien geboren. Der Durchbruch als Autorin gelang ihr mit der Mystery-Serie um die Radiomoderatorin und Werwölfin Kitty Norville (Midnight Hour), mit der sie auf der New York Times-Bestsellerliste stand. Außerdem hat sie zahlreiche Science-Fiction- und Fantasy-Romane für Jugendliche und Erwachsene verfasst. Ihre Geschichten waren für den Hugo Award nominiert und sind u.a. in George R. R. Martins Wild Cards-Serie erschienen. Sie lebt heute in Boulder, Colorado. Weitere Infos findet ihr auch auf www.carrievaughn.com

Klappentext

In einer nicht allzu fernen postapokalyptischen Zukunft ist auf den Ruinen der Zivilisation eine neue Gesellschaft entstanden. Der Staat greift tief in das Leben der Bewohner ein und bestimmt ihr Dasein – bis hin zum Recht, Kinder zu haben. Doch können all die strengen Regeln die Menschen davor bewahren, dass sich Katastrophen wiederholen? Die junge Enid aus Haven muss ein Verbrechen aufklären und hinterfragt dabei immer mehr die Ordnung, in der sie lebt.
Als Kind hat Enid mit ansehen müssen, wie die Welt, die sie kannte, in einem alles vernichtenden Sturm untergeht. Nach der Naturkatastrophe existiert die Menschheit trotzdem weiter, jedoch in einer anderen Form: die neue Gesellschaft ist nun in kleinen Gemeinschaften organisiert und die Geburten werden fortan kontrolliert. Kinder zu haben muss als Privileg erworben werden. Die inzwischen erwachsene Enid ist Teil dieses neuen Systems: als junge Ermittlerin spürt sie die Verbrecher der neuen Ordnung auf. Eines Tages muss sie jedoch einen rätselhaften Todesfall aufklären – war es ein Unfall oder Mord? Als ihre einstige große Liebe Dak plötzlich unter Verdacht steht, gerät Enids Welt ins Wanken.
Die US-amerikanische Autorin Carrie Vaughn, die mit ihrer Fantasyserie Midnight Hour große Erfolge bei den Lesern feierte, entwirft in ihrem aktuellen Roman eine Welt nach der ökologischen Katastrophe und stellt hochaktuelle Fragen: Wie weit darf die Einmischung des Staates gehen? Auf welcher Seite steht der Einzelne in solch einem Überwachungsstaat?

Leseprobe

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Cover

Das Banner gefällt mir aufgrund seiner Schlichtheit sehr gut. Man sieht vor allem ein titelgebendes Banner und im Hintergurnd eine Stadt. Leider ist nicht ganz zu erkennen, in welchem Zustand sie sich befinden, ein offensichtlicher Verfall hätte ganz gut zum Inhalt des Buches gepasst. Insgesamt aber ein sehr stimmiges Cover.

Über das Buch

„Die Banner von Haven“ ist ein Buch, dass mich vor einige
Herrausforderungen gestellt hat. Erst hat es ziemlich lange gedauert, dass Buch
zu bekommen, dann ist während des Lesens mein Kindle gestorben und ich hatte
keine Sicherheitskopie der Datei mehr und ich musste wieder warten, bis es
weitergeht, und dass, wo es doch gerade anfing, endlich spannend zu
werden.  Als ich mir dann endlich eine
Print-Version des Buches besorgt hatte, war ich schon sehr gespannt auf das
Ende.
Ausgehend vom Klappentext hatte ich mit einem ganz anderen
Inhalt gerechnet als dem, den ich letztendlich bekommen habe. Er verspricht
eine Ermittlerin im Dienste einer strengen Regierung, di e anfängt, am System
zu zweifeln und irgendwie vor einer Entscheidung steht. Diesen Eindruck habe
ich im Laufe des Buches allerdings überhaupt nicht gewonnen. Es war eher ein
Krimi in einem dystopischen Setting, bei dem eine ungerechte Regierung und
unterdrückende Regierung gar nicht vorhanden ist. Ja, die Menschen müssen sich
Banner verdienen, bevor sie ein Kind haben dürfen, aber diese Entscheidung ist
eine sehr logische Konsequenz aus den Erfahrungen der Menschen nach dem
Untergang der Zivilisation. Die Regeln mögen streng sein, mir erschienen sie
aber sehr sinnvoll. Dennoch kann ich verstehen, dass Ermittler, wie unsere
Hauptprotagonistin Enid nicht gerne in den Dörfern an der Küste gesehen werden,
da die Menschen sich vor Veränderungen fürchten. Ein Todesfall bei dem Enid mit
ihrem Kollegen Thomas ermitteln soll, stellt nicht nur sie vor eine
Herausforderung, sondern versetzt auch das ganze Dorf des Verstorbenen in
Aufruhr.
Die Geschichte wird aus Enids Perspektive erzählt und hat
zwei Handlungsstränge, die sich in der Gegenwart mit dem Todesfall und in Enids
Vergangenheit abspielen. Man erfährt, wie sie aufgewachsen ist, was sie geprägt
hat, und wie sie schließlich zur Ermittlerin wurde. Trotz dieser Perspektive
ist mir Enid irgendwie ziemlich fremd geblieben und ich konnte keine richtige
Verbindung zu ihr aufbauen, obwohl ich ihre Entscheidungen verstanden habe und
meist auch sehr gut fand. Doch leider hat mir bei ihr ein bisschen Farbe
gefehlt, was vor allem auch für die Nebencharaktere gilt, wo mir keiner
besonders aufgefallen und in Erinnerung geblieben ist.
Obwohl ich fand, dass die Story zum Teil etwas langsam
vorankam, mochte ich vor allem die Beschreibung dieser Welt. Nach dem Untergang
der modernen Zivilisation durch große Stürme, haben die Menschen versucht, die
wichtigsten Dinge und das wertvollste Wissen so gut wie möglich zu bewahren.
Die beschriebenen Darstellungen waren sehr realistisch und haben mich
fasziniert. Einen Krimi in eben dieses Setting zu setzen, ohne moderne
Hilfsmittel wie Spurensicherung, DNA-Analyse und Co. stehen Enid und Thomas vor
einer schwierigen Herausforderung, die gut beschrieben war. Um mich richtig zu
fesseln hat mir dann aber doch einiges an Tempo und auch Spannung gefehlt und
die ein oder andere Szene fand ich für die Handlung des Buches völlig unnötig.

Fazit

„Die Banner von Haven“ bekommt von mir 3 von 5 Herzchen,
weil ich das Setting sehr gelungen fand und die Handlungen der Charaktere
mochte, selbst wenn ich keine Verbindung aufbauen konnte. Die Welt und der
Krimianteil der Geschichte waren gut gesponnen, aber ich hätte mir gewünscht,
dass der Klappentext keine falschen Erwartungen geweckt  hätte, dann hätte ich mich vielleicht noch
etwas besser auf die Geschichte einlassen können.

Vielen Dank an den Arctis Verlag für das Rezensionsexemplar




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