Rezension „Nebenan funkeln die Sterne“


Titel: Nebenan funkeln die Sterne
Autor: Lilly Adams
Format: Paperback
Preis: 12,90 €
Seitenanzahl: 426
ISBN: 978-3-7363-0688-2
Meine Wertung: 3/5 Herzchen
Verlag: LYX
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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an LYX.

Über den Autor

Lilly Adams ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die mit ihrer Familie in München lebt. Nach dem Abitur und einem Zeitschriftenvolontariat absolvierte sie ein Diplomstudium der Germanistik, Journalistik und Kunstgeschichte in Bamberg. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin, fürs Fernsehen, gibt Schreibseminare und lektoriert.

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Klappentext

When it rains look for rainbows.
And when it’s dark look for stars.

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

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Leseprobe

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Cover

Das Cover ist ganz schlicht gestaltet und zeigt lediglich ein paar schöne Lichtpunkte und Lichterketten, und passt damit sehr schön zum Titel und überzeugt durch seine Schlichtheit. Ich konnte mir dazu gleich eine schöne romantische Geschichte vorstelle.

 

Über das Buch

Sie zog die Kapuze ihrer Jacke tief ins Gesicht und rannte einfach los durch den leichten Nieselregen, der im Schein der Laternen wie kleine, fallende Sterne leuchtete. Sie wusste nicht, ob das Rennen gut für sie war, aber sie wollte nach Hause, in ihre Höhle, in ihr geliebtes Gefängnis, das sie so gerne von innen verriegelte.

— S. 65

Da ich gerne abwechslungsreich lese darf auch ab und zu auch gerne mal ein Roman sein. Am besten schön romantisch und auch ein bisschen dramatisch. Das alles habe ich mir auch von „Nebenan funkeln die Sterne“ erwartet.

Gleich zu Beginn der Geschichte lernt man die Hauptprotagonistin Emma Martins kennen und schnell wird klar, dass sie ein ernstes Problem quält. Dies erkennt ihr auch gut an dem Zitat, dass ich für euch ausgesucht habe, denn dies charakterisiert Emma ziemlich gut. Sie hat eine Angststörung und traut sich nicht, das Haus zu verlassen. In ihrem kleinen Londoner Appartment zieht sie sich völlig von der Außenwelt zurück und konzentriert sich lediglich auf ihre Arbeit als Webdesignerin und ihren Instagram-Account. Hier faked sie auf ihrem erfolgreichen Account ein Leben, von dem sie nicht einmal zu träumen wagt, und hält Kontakt zu einigen Leuten, denen sie noch niemals in Wirklichkeit begegnet ist. Raus kommt sie lediglich auf ihrer Dachterasse, die sie sich wie ein kleines Paradies eingerichtet hat. Hier fühlt sie sich sicher und ungestört, bis in der Wohnung nebenan plötzlich Nathan einzieht und mit seinen Freunden eine Hälfte ihrer geliebten Dachterasse für sich beansprucht und Emmas Leben komplett durcheinander bringt. Und damit scheint es auch für Emma an der Zeit zu sein, endlich aus ihrem Schneckenhaus zu kriechen.

Die Geschichte hörte sich spannend und romantisch an. Bereits auf den ersten Seiten erkennt man Emmas Problem, leider dauert es ewig lange, bis endlich einmal heraus kommt, was eigentlich der Auslöser für Emmas Angst ist. Den Zusammenhang habe ich da auch nicht so richtig einordnen können, aber da ich mich auf der medizinischen Ebene hier nicht auskenne, klammere ich das aus meiner Kritik mal aus. Nur hat mich diese Hinhaltetaktik wirklich geärgert. Schließlich geht es doch darum, wie Emma ihre Probleme vielleicht in den Griff kriegen kann, da war dieses häufige Erwähnen der Ursache ohne eine komplette Erklärung zu bieten für mich einfach nur störend.

Ansonsten fand ich die Geschichte ganz angenehm zu lesen, wenn es sich auch manchmal ein bisschen gezogen hat. Emmas Unentschlossenheit war anstrengend, aber die hat sich mit ihrem Problem dann ja doch ganz tapfer geschlagen. Ich mochte dann aber vor allem die Nebencharaktere wie die quirlige Nilla oder Brit mit ihrer kleinen Tochter Poppy. Außerdem mochte ich auch die ganze Instagram-Thematik, die verschiedenen Themen anreißt. Zum einen wird schnell klar, dass bei den ganzen schönen Bildern vieles womöglich nicht der Realität entspricht, aber es gibt ebenso ein Beispiel, dass selbst Leute, die wir nicht persönlich kennen, uns etwas bedeuten können und uns helfen können, uns in eine bessere Stimmung zu versetzen.  Außerdem haben die Chatgespräche von Emma und Brit die Seiten immer so schön aufgelockert.

 

Fazit

Insgesamt ist „Nebenan funkeln die Sterne“ etwas hinter meinen hohen Erwartungen zurück geblieben. Das Thema war interessant und der Schreibstil angenehm. Vor allem die Hinhaltetaktik und die Längen haben mich aber gestört, sodass die Gesamtumsetzung für mich nur zu einem durchschnittlichen Roman für die schnelle Unterhaltung zwischendurch reicht.

Eure

Jana

Meine Bewertung

3 out of 5 stars

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