Rezension „Der Schleier der Welt“

Über die Autoren

S. C. Kreuer und R. A. Prum sind beide im Jahr 1989 geboren und leben zurzeit im nordrhein-westfälischen Münster, wo sie Archäologie, beziehungsweise Informatik studieren. Beide Autorin sind seit ihrer Kindheit begeisterte Fantasy-Leser, Geschichtenerzähler und Rollenspieler. Der Schleier der Welt“ ist ihr gemeinsamer Debütroman.

Quelle „Der Schleier der Welt“

 

Klappentext

Vor drei Jahren ist Tina Wallace von einem Tag auf den anderen aus Edinburgh verschwunden. Seither hat niemand von ihr gehört. Schließlich beauftragt ein ehemaliger Schulfreund eine Privatdetektivin, um seine Jugendliebe wiederzufinden.
  

Für Kyra Hare, die beauftragte Detektivin, kommt dieser Auftrag wie gerufen. Sie ist frustriert von ihrem monotonen Job. Statt spannende Kriminalfälle, bearbeitet sie Vorwürfe der ehelichen Untreue. Froh über Abwechslung nimmt sie den Auftrag an Tina ausfindig zu machen, was jedoch schwerer ist, als angenommen. Angetrieben von Neugierde und dem Durst sich zu beweisen, sich endlich die Anerkennung zu verdienen, die sie schon lange ersehnt, stürzt sie sich in die Ermittlungen. An jeder Ecke findet Kyra weitere lose Enden. Jede Antwort wirft neue Fragen auf. Kryptische Warnungen und geradezu mystisch anmutende Hinweise deuten auf einmal auf Umstände hin, die rational nicht zu erklären sind.

Denn Tina Wallace war Teil einer anderen Welt, fernab von dem, was Kyra je möglich gehalten hat. Tina Wallace war Teil einer Welt voller Magie, Götter, Werwölfen und Monstern und bald führt für Kyra kein Weg mehr zurück.

 

Leseprobe

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Cover

Das Cover ist schön gestaltet und passt zum Inhalt des Buches. Noch besser als das Äußere gefällt mir sogar das Innere. Dort ist das Buch wie ein Dokument gestaltet und man findet auch mal ein „Seite unbedruckt“. Ich fand die Aufmachung super.

 

 

Über das Buch

Der Schleier der Welt ist der Auftakt einer neuen Urban-Fantasy Reihe aus dem Bundeslurch-Verlag. Ich kannte den Verlag vor diesem Buch gar nicht, bin aber vom Design der Bücher sehr positiv überrascht. Sie kommen daher wie Studien aus dem „Bundesamt für magische Wesen“ kurz BafmW, und haben auch eine entsprechende Form. Man findet die Überschriften der Kapitel auf jeder Seite, und leere Rückseiten tragen auch mal eine „Seite unbedruckt“ Aufschrift, was mir schon Designtechnisch immer wieder ein Schmunzeln entlockt. Und wenn man es neben seine Gesetzestexte stellt, fällt es sicher gar nicht weiter auf.
 
Die Hauptprotagonistin Kyra Hare ist eine Privatdetektivin, die sich mehr schlecht als Recht über die Runden bringt. Als sie von einem Klienten den Auftrag erhält, eine Freundin zu suchen, von der er seit drei Jahren nichts mehr gehört hat, hat sie sicher nicht mit dem gerechnet, was sie auf ihrer Suche finden würde. Tina Wallace scheint seit drei Jahren wie vom Erdboden verschluckt, und niemand kann oder will ihr nähere Auskunft über ihr Verbleiben geben. Doch Kyra bleibt beharrlich und bekommt schon bald zu spüren, wie unangenehm ihre Suche einigen Personen zu sein scheint. Zum Glück wird sie von ihrem Hund Watson und ihrem Mitbewohner Jason unterstützt.
 
 Die Charaktere des Buches fand ich insgesamt sehr gut gezeichnet. Kyra ist eine realistische junge Frau, die zu sehr an ihrer Exfreundin hängt, ein geschmissenes Studium hinter sich hat, und sich nun als Privatdetektivin durchschlägt. Mit ihrem Realismus und dem Wissen um ihre eignen Fehler mochte ich sie ziemlich gerne, auch wenn ich mich manchmal gefragt habe, ob sie sich nicht einfach selbst im Weg steht. Ihr Mitbewohner Jason war ebenfalls sehr sympathisch. Er kümmert sich gut um Kyra und ohne ihn wäre sie sicher schon verhungert. Er glaubt an Übernatürliches und steckt mit seiner Faszination ein bisschen an. Am liebsten mochte ich allerdings Kyras hasenfüßigen Hund Watson, der ihr immer treu zur Seite steht, obwohl er sich vor jedem Lufthauch zu fürchten scheint. Es gab natürlich noch jede Menge andere Charaktere, aber ich möchte euch ja nicht spoilern 😉
 

Storytechnisch hat mir an diesem Buch vor allem gefallen, dass alles sehr realistisch abläuft und die Protagonisten, vor allem Kyra, sich eher langsam mit dem Gedanken anfreunden können, dass es vielleicht nicht ganz mit natürlichen Dingen vor sich geht. Die Charaktere sind dabei sehr auf dem Boden geblieben und handeln realistisch nachvollziehbar. Bis auf Jason, aber der war ja auch schon vorher Monstererscheinungen und Geistern auf der Spur, und zählt daher nicht so richtig. An manchen Stellen hätte ich mir als Leser ein etwas schnelleres Erzähltempo gewünscht, aber letztendlich passte es so wesentlich besser zu dem realistischen Setting und dem Verlauf der Ereignisse. Der Schreibstil ist insgesamt eher nüchtern und nicht mit fantasievollen Beschreibungen überladen. Ich mochte es, da es irgendwie zu Kyra gepasst hat. Einige Fragen sind bei mir am Ende ebenfalls noch offengeblieben, aber da hoffentlich ein zweiter Band folgen wird, hoffe ich doch, dass sich dann noch einiges klären wird.

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Natürlich gab es auch ein paar Gefühle in dem Buch, vor allem von Kyra für ihre Exfreundin Molly. Diese Gefühle stehen aber überhaupt nicht im Fokus, sondern dienen eher der Beschreibung der Situation zwischen den beiden, wodurch die Story immer im Vordergrund bleibt. Schön finde ich, dass in dem Buch am Rande auch ungewöhnliche Beziehungen thematisiert werden, und da schließe ich die Beziehung von Molly und Kyra nicht mit ein.

 

Fazit

Insgesamt ist „Der Schleier der Welt“ für mich ein sehr gelungener Auftakt mit einem klaren Schreibstil und guten Protagonisten. Die Überleitung zum Fantasypart kommt fließend und fühlt sich, zumindest für den Leser, natürlich an. Ich bin gespannt auf den nächsten Band und welche Geheimnisse sich Kyra und ihren alten und neuen Freunden noch so offenbaren werden.

Vielen Dank an den Bundeslurch-Verlag und Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar.
Eure

Jana

Meine Bewertung

 

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