Rezension „Soul Colours – Blaue Harmonie“



Titel: Soul Colours – Blaue Harmonie
Autorin: Marion Hübinger
Reihe: Soul Colours 1/3
Preis: 3,99 €
Format: eBook
Seitenanzahl: 323
ISBN: 978-3-646-60157-2
Meine Wertung: 3/5 Herzchen
Verlag: Carlsen Impress
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Über die Autorin

Marion Hübinger, 1963 in Ulm geboren, lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in München. Schon als Jugendliche füllte sie reihenweise Tagebücher, schrieb Gedichte und schwelgte in der Welt von Tolkiens »Herr der Ringe«. Die Liebe zum Lesen, die sie unter anderem auch ihrem Vater verdankt, machte sie zum Beruf und wurde Buchhändlerin. Ihren Kindern schenkte sie viele Geschichten. Geschichten, in denen die Figuren Ängste überwinden, böse Mächte besiegen und das ganz große Glück erleben dürfen. »Farben der Dunkelheit« ist ihr Debütroman.

Klappentext

**Wenn die Farbe deiner Gefühle zu deinem Schicksal wird ** 

Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht …

//Textauszug:
»Was?«, rufe ich fassungslos. »Ein Neuzugang unter dem Jahr? Das gab es doch noch nie an der Maxima!«
»Im Prinzip richtig. Aber trotzdem soll morgen ein neuer Schüler kommen. Angeblich hat er alle Tests mit Bravour bestanden.«
Alle Tests, auch die Feelings? »Wie kann er die Feelings schaffen, wenn er nicht von der Insel ist?«
Marie zuckt mit den Schultern, während sie sich unter den Bodyscanner stellt. Die elektrische Anzeige leuchtet orange, ein Zeichen ihrer positiven und vitalen Lebenseinstellung. Die Tür öffnet sich automatisch.
»Keine Idee. Aber man hört hier und da was von seinen Scans. Angeblich sind sie gelb, lichtgelb!« Das letzte Wort klingt nach sehr vielen Ausrufezeichen.
Ich bleibe abrupt in der geöffneten Tür stehen. Meine Augen richten sich automatisch auf das hellgelbe Licht über mir. Marie kennt mich gut genug, um meine Gedankenblitze zu lesen.
»Du hast richtig gehört. Lichtgelb! Genau wie bei dir!«//
Quelle 

Leseprobe

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Cover

Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut. Die blaue Färbung passt natürlich sehr gut zum Titel und auch die sichtbare Landschaft entspricht meiner Vorstellung on Aeterna. Das Mädchen im Kleid finde ich zwar schön, kann sie aber mit der Handlung nicht in Verbindung bringen, da dort eher auf funktionale Kleidung Wert gelegt wird. Aber schön sieht es trotzdem aus.

Über das Buch

Auf Aeterna leben die Menschen in ewiger Harmonie. Seit die letzten Überlebenden von der Erde entkamen und sich auf Aeterna ein neues Heim geschaffen haben, ließen sie Streitigkeiten hinter sich und engagieren sich in einer starken Gemeinschaft. Doch warum gibt es dann an jeder Ecke Elite-Wächter, und Aura-Scanner, die ständig die Stimmung der Menschen überprüfen? Als Sarinas Bruder aufgrund eines roten Scans von den Elite-Wächtern abgeholt und weggesperrt wird, begreift Sarina langsam, das auf Aeterna nicht alles ist, wie es scheint. Und dann ist da auch noch der mysteriöse Neue an der Schule, der ihr immer wieder über den Weg läuft.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Sarina geschrieben, und so erfährt man durch sie alles über Aeterna, ein Planet, auf dem die Überlebenden einer Pandemie auf der Erde Zuflucht gesucht haben, unter ihnen auch Sarinas Eltern. Sarina gehört also zur ersten Generation, die auf Aeterna geboren wurde und durch ihre Augen erleben wir die Geschichte und erfahren den Grund für die rote Aura ihres Bruders, und warum ihre ein stetiges helles gelb zeigt. Auf mich wirkte sie allem am Anfang ziemlich naiv und ihre Handlungen waren vorhersehbar. Dennoch fand ich es schön, dass man ihre Entwicklung sehr gut nachvollziehen konnte, und sie sich im Laufe der Geschichte verändert hat. Ein bisschen gefehlt hat mir allerdings ihre jugendliche Rebellion, die bei so einer anstrengenden Mutter wirklich zu erwarten gewesen wäre.
Was ich von den anderen Charakteren halten soll, weiß ich noch nicht so genau. Über die meisten, ja sogar über Liam, der ja eine ziemlich wichtige Rolle spielt, hat man gar nicht so viel erfahren. Und auch er hat sich für mich manchmal ziemlich unverständlich verhalten und. Sarinas Freunde spielen eine eher untergeordnete Rolle und sind ganz normale Teenager, die nicht weiter im Gedächtnis bleiben, ihre Funktion aber erfüllen. Natürlich gab es auch Charaktere, vor allem Sarinas Mutter und der Elite-Wächter Hunter, die in mir aufgrund ihres Verhaltens wirklich starke Antipathien ausgelöst haben.
Das dieser Roman dem Sci-Fi Genre zugeordnet wird, fand ich nicht all zu passend. Es gibt zwar eine neue Welt auf einem anderen Planeten, davon abgesehen aber nur wenige technische Spielereien, die zudem kaum erklärt sind. Ich hätte zum Beispiel unglaublich gern gewusst, warum man auf Aeterna plötzlich die Aura der Menschen scannen kann, aber es wurde gar nicht so genau erklärt. „Soul Coulors“ steht damit in deutlichem Kontrast zu anderen Sci-Fi Romanen, die sich meist mehr auf die technischen und wissenschaftlichen Aspekte und die Beziehung zu anderen Lebensformen konzentrieren. Für mich ist es daher einfach eine dystopische Geschichte mit einer Portion Liebe, die zufällig auf einem anderen Planeten spielt.
Die Story an sich zog sich am Anfang ziemlich, ehe es mal so richtig in Gang kam und man auch endlich einen roten Faden erkennen konnte. Zum Ende hin gab es dann aber immer mehr spannende Szenen und das Ende selbst hat einiges rausgerissen. Dennoch bleibt alles im Rahmen einer typischen Dystopie, mit einer Liebesgeschichte, die mich leider nicht so richtig mitreißen konnte. Marion Hübingers angenehmer Schreibstil trägt einen aber sehr gut durch die Seiten und zeichnet sich durch eine angenehm leichte Sprache aus, die ohne lange Sätze und umständliche Erklärungen auskommt.

Fazit

“Soul Colours – Blaue Harmonie” hat für mich zwar nicht allzu viel mit Sci-Fi zu tun, ist ansonsten aber ein angenehm zu lesender, und recht typisch verlaufender dystopischer Roman. Vor allem das Ende macht neugierig auf den nächsten Band, der schon im November erscheint.

Vielen Dank an Impress für das Rezensionsexemplar.
Eure




                Meine Bewertung

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

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