Rezension „Das Orchideenhaus“

Über die Autorin

Quelle

Lucinda Riley stammt aus Irland und lebte mit ihrer Familie
als Kind mehrere Jahre in Fernost. Ihren ersten Roman schrieb sie mit 22,
während sie an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war. Sie verfolgte zunächst
eine Karriere als Theater und-Fernsehschauspielerin und konzentriert sich erst
seit einigen Jahren sehr erfolgreich aufs Schreiben. Mittlerweile lebt sie mit
ihrer Familie in Norfolk (England) und verbringt einen Teil des Jahres in ihrem
Haus in der Provence, welches als Inspiration für „Der Lavendelgarten“ diente.

Hier erzählt die Autorin ein bisschen über sich:

Klappentext

Ein altes verwunschenes Herrenhaus, eine tragische Liebe und ein lang
gehütetes Familiengeheimnis


Als junges Mädchen verbrachte
Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten
Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren
Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen
zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch,
das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater
gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt
ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben
komplett verändern wird …

Spannend und bewegend: Das Geheimnis von Wharton Park verbindet zwei
bittersüße Liebesgeschichten aus Vergangenheit und Gegenwart.






Eine Leseprobe findet ihr HIER

Cover 

Also mir gefällt das Cover wieder
sehr gut. Es strahlt einfach eine schlichte Eleganz aus und wirkt auf mich
irgendwie geheimnisvoll, vor allem weil ich mich Frage wohin die Treppe wohl
führt, zu welchem Haus sie gehört, und welche Geheimnisse sich dahinter
verbergen. Außerdem wurde durch die Orchideen der Titel sehr gut aufgegriffen,
was mir ebenfalls gut gefällt. Für mich ein rundum gelungenes harmonisches
Cover, dass mein Interesse weckt.

Fazit

Julia hat einen schweren
Schicksalsschlag hinter sich und versteckt sich vor der Welt in einem kleinen
Cottage in der Gegend, wo sie aufgewachsen ist. Als sie von ihrer Schwester zu
einer Auktion in dem alten Herrenhaus Wharton Park, welches ihr aus ihrer
Kindheit vertraut ist, mitgeschleppt wird, trifft sie dort nach vielen Jahren wieder
auch Kit Crawford, der das Anwesen geerbt hat. Als er ihr ein altes Tagebuch
gibt, welches er für das ihres Großvaters hält, macht sich Julia auf die Suche,
das Geheimnis des Tagebuchs zu lüften.
Parallel gibt es erneut einen
zweiten Zeitstrang, der die Geschichte von Wharton Park zur Zeit des 2.
Weltkriegs erzählt. Die Geschichte wird in dem Maße erzählt, in dem Julia mehr
über die Vergangenheit erfährt und erzählt von Harry Crawford und Olivia
Drew-Norris.
Wie schon erwähnt folgt das Buch
zwei Zeitsträngen, dabei liegen hauptsächlich die beiden Protagonistinnen Julia
und Olivia im Fokus der Aufmerksamkeit. Später wechselt es auch noch zu Harry’s
Perspektive und gelegentlich gibt es immer wieder kurze Einschübe aus der
Ich-Perspektive von Julia. Die Vergangenheit wird dabei eigentlich von Julias
Großmutter erzählt, welche ihr Wissen um die Vergangenheit wiedergibt, deswegen
finde ich es unpassend, wie viel man zum Teil über verschiedenen Personen erfahren
hat, das sie niemals alles davon hätte wissen können. Obwohl ich die Charaktere
an sich recht sympathisch fand, insbesondere Olivia, konnte ich keine wirklich
starke emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen. Am Anfang versucht die
Autorin viel zu lange zu verheimlichen, welches Schicksalsschlag Julia denn nun
eigentlich erlitten hat, was ich sehr nervig fand. Der Beginn der Geschichte
war aber grundsätzlich besser als das letzte Drittel der Geschichte, wo sich
eine unlogische Begebenheit an die nächste gereiht hat und ich zeitweise das
Bedürfnis hatte, meinen Kopf gegen die nächste Wand zu hauen, weil die
Protagonistin Julia sich einfach so unlogisch verhalten hat. Insgesamt fand ich
Julia sowieso etwas merkwürdig, eine sehr schwache Persönlichkeit, der ein
bisschen mehr Tiefe und eigener Wille wohl nicht geschadet hätte. Olivia hat
mir da viel besser gefallen.
Obwohl das Buch vor Kitsch nur so
strotzt und die Charaktere z.T. oberflächlich bleiben, hat mich das Buch schon
gut unterhalten. Wären nicht diese extrem abstrusen Wendungen im letzten
Drittel gewesen, hätte das Buch aber viel besser sein können. Aus der Kulisse
hätte man dabei auch mehr herausholen können.
„Das Orchideenhaus“ ist bereits
mein zweiter Roman von Lucinda Riley und konnte mich ebenso wie „Der
Lavendelgarten“ nicht vollständig überzeugen. Die Dialoge wirkten weniger
gestellt und auch die Charaktere haben mir insgesamt besser gefallen. Dennoch
hatte die Handlung einige Schwächen und eine Wendung am Ende, die es mir ein
bisschen kaputt gemacht hat. Da mich das Buch dennoch einigermaßen unterhalten
hat, gebe ich auch hier 3/5 Herzen. Ich werde noch einen Versuch mit „Das
Mädchen auf den Klippen“ starten, aber grundsätzlich sollten Fans des Genres
wohl eher zu den Romanen von Kate Morton greifen.

Ein schönes Wochenende

Meine Bewertung:

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