[Blogtour] Glückliche Menschen küssen auch im Regen

Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr den Weg zu mir gefunden
habt und unsere Blogtour verfolgt. Bei mir gibt es heute ein Interview mit der
Hauptprotagonistin von „Glückliche Menschen küssen auch im Regen“.
Bevor es los geht hier noch einmal für euch die
Gesamtübersicht über unsere Tour.
Ablauf der Blogtour

04.01. „Regenwetter“ auf Schattenwege
05.01. „Trauer und Trauerbewältigung“ bei nicigirl85s Welt
06.01. Autorenportrait auf Johannisbeerchens Bücherblog
07.01. Interview des Hauptcharakters bei mir, Lunas Leseecke
08.01. „Der perfekte Kuss“ auf Schattenwege
09.01. #notjustsad auf Literaturschock
10.01. Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf Literaturschock.de

Interview

Ich: Hallo Diane, willkommen auf meinem Blog. Wie schön,
dass du ein bisschen Zeit für mich erübrigen kannst, obwohl du im Café sicher
jede Menge um die Ohren hast. Ich bin sicher, dass wissen auch die Leser zu
schätzen.
Diane: Hallo Jana, es freut mich, dass ich dir ein kleines
Interview geben darf. So oft ist das noch gar nicht vorgekommen. Was würdest du
denn gerne wissen?
Ich: Fangen wir erstmal mit was Leichtem an. Wie bist du auf
die Idee gekommen, ausgerechnet nach Irland zu fahren? Wäre ein Ort mit ein
bisschen mehr Sonnenschein nicht passender gewesen, um über einen Verlust
hinwegzukommen, und die Trauer hinter sich zu lassen?
Diane: Das ist eine gute Frage. Ich war zu dem Zeitpunkt
ehrlich gesagt noch gar nicht bereit, meine Trauer hinter mir zu lassen. Ich habe
mich ja förmlich darin eingeigelt. Ich hatte in der Wohnung nichts verändert,
trug Colins Klamotten und war einfach noch nicht bereit loszulassen. Und alle
haben immer nur auf mich eingeredet, und wollten, dass ich dies oder jenes tue.
Auch Felix war der Meinung, dass mir etwas Sonne gut täte. Und da find ich an
nachzudenken. Mit Colin war ich auch oft im Sommerurlaub, weil er wusste, dass
ich Sonnenbäder einem Sommer in Fleecepulli vorziehen würde. Es war für mich an
der Zeit etwas zu ändern, und ich Irland hätte ich meine Ruhe, und würde Colins
Traum für ihn verwirklichen. Dieser Gedanke hat mir Trost gespendet.
Ich: Ich war selber ja auch schon mal eine ganze Zeit in
Irland, und mit einem Fleecepulli kommt man da wirklich weiter, als mit einem
Bikini. Hattest du denn keine Angst, dass du dort zu einsam sein würdest?
Diane: Nein, überhaupt nicht. Ich suchte ja gerade die
Einsamkeit. Ich wollte, dass mir endlich niemand mehr in mein Leben reinredet,
selbst Verantwortung übernehmen. Mir ist eigentlich erst kurz vor meiner Reise
klar geworden, dass mir immer viel Verantwortung abgenommen wurde, sei es nun
von meinen Eltern, Colin, oder auch Felix.
Ich: Und das hast du ja auch gut hinbekommen, und hast es
tatsächlich bis nach Mulranny geschafft. Was hat dich dort am meisten gestört?  
Quelle

Diane: Also zum einen natürlich der Wein. Als Französin habe
ich natürlich schon den ein oder anderen Wein getrunken, aber was sie dort in
Irland als Wein ausgeschenkt haben, hatte doch eher Ähnlichkeit mit Spülwasser.
Zum Glück habe ich ja bald meine Liebe zum Guinness entdeckt.
Ich: Oh ja, ich erinnere mich an Guiness, und bin ehrlich
gesagt kein Fan davon. Nach einem kleinen Glas hat man das Gefühl, für die
nächsten drei Tage satt zu sein, und eigentlich hat mir auch nur die erste
Hälfte des Glases geschmeckt.
Diane: Naja, man muss sich halt daran gewöhnen, aber es ist
wirklich etwas Besonderes. Um aber noch einmal auf deine Frage zurück zu kommen…Neben
Edward zu wohnen war schon ein bisschen merkwürdig, vor allem, da er gleich zu
Anfang verlauten ließ, dass ihm eine Nachbarin eigentlich gar nicht recht ist.
Dabei wollte ich doch nur meine Ruhe im Cottage, was hatte das mit ihm zu tun?
Ich: Naja, Edward ist schon ziemlich eigenbrötlerisch. Aber
irgendwie macht ihn das auch faszinierend, oder nicht?
Diane: Das stimmt. Ich hab mich ja die ganze Zeit gefragt,
ob bei ihm das Sprichwort „Raue Schale, weicher Kern“ zutrifft. Nach dem, was
seine Schwester erzählt hat, wäre es möglich. Hast du mal welche von seinen
Bildern gesehen? Sie sind wirklich klasse. Ich bewundere es, wie er stundenlang
still auf der Stelle stehen kann, um auf den richtigen Moment zu warten.
Ich: Das ist wirklich unglaublich, ich wäre dafür ja viel zu
hibbelig, und auch eine viel zu große Frostbeule dafür. Eine letzte Frage hätte
ich noch für dich, liebe Diane. Du warst mit deiner Trauer ja recht lange
beschäftigt, was glaubst du, hat dir am Ende am meisten geholfen, diese starke
Trauer zu überwinden?
Diane: Das ist aber eine schwere Frage, und so genau kann
ich es auch gar nicht fest machen. Ich denke aber, es ist wichtig, dass man
versucht, abzuschließen. Man muss einsehen, dass man geliebte Menschen, die man
verloren hat, nicht zurück bringen kann. Vor allem sollte man auch daran
denken, dass man um ihretwillen erst recht weiterleben wollte. Colin und Clara
haben mich ebenso geliebt wie ich sie. Ich habe lange nicht daran gedacht, aber
ich bin sicher, sie hätten nicht gewollt, dass ich nach ihrem Verlust vergesse,
was es heißt, zu leben. Ich denke Ablenkung ist wichtig, und auch der
Tapetenwechsel hat mir gut getan.
Ich: Vielen Dank das du hier warst, Diane. Und für das
schöne Interview.
Diane: Danke für die Einladung.
So, ich hoffe mein kleines Interview mit Diane hat euch
gefallen. Und natürlich gibt es auch etwas für euch zu gewinnen. Insgesamt werden bei dieser Blogtour zehn
Bücher verlost. 
Doppelte
Gewinne werden ausgeschlossen. Die Gewinner werden am 10.01. auf
Literaturschock bekannt gegeben und per E-Mail benachrichtigt.
Und was
müsst ihr dafür tun? Ihr beantwortet mir einfach eine kleine Frage im
Kommentar, und schon seid ihr im Lostopf 😀

Wie geht ihr
mit dem Verlust geliebter Menschen um? Würdet ihr euch auch so verkriechen wie
Diane?

Und nicht vergessen, eure E-Mail mit in den Kommentar zu schreiben. Wer sie nicht öffentlich machen möchte, kann sie mir auch per Mail schicken.

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare

  1. Guten Morgen !

    Ich musste – Gott sei Dank – noch nicht viele liebe Menschen verlieren. Aber ich bin ein Mensch der mit seinem Kummer nach außen muss. Drüber reden … sonst kann ich nicht loslassen.

    Liebe Grüße und einen schönen Mittwoch
    Babsi

  2. Hallo!
    Leider mußte ich schon einige liebe Menschen zu Grabe tragen! und so unterschiedlich diese Menschen waren so unterschiedlich war auch meine Art mit diesen Abschied um zu gehen!! Über den Tod meines Schwiegervaters haben wir sehr viel geredet, wir haben gehaddert und es nicht glauben können da es so plötzlich passierte und er noch keine 50 Jahre alt war!
    Bei meinen Opa war es etwas anderes, da habe ich die ersten Monate sehr still für mich getrauert und mich viel mit ihm "unterhalten"
    erst nach einiger Zeit hab ich dann mit den anderen gemeinsam um Opa getrauert!!
    Lg Mimi

    mimis.lesesucht@gmail.com

  3. Hallo und guten Tag,

    ich musste letztes Jahr im Oktober mein Vater zu Grabe tragen!!!

    Und irgendwie sieht man die Welt plötzlich mit anderen Augen…und das was anderen passiert und man gerne von sich weg schiebt…weil es ja die anderen sind!

    Hat so eine unheimliche Macht und Bedeutung…das stellt man sich gar nicht vor! Mehr muss ich glaube ich dazu nicht mehr sagen!

    LG..Karin..

    PS. Daten kommen dann per PN.O.K. Danke

  4. Hallo,

    eine wirklich tolle Blogtour, da muß ich Karin recht geben, wenn man mit dem Tod konfrontiert wird, sieht man die Welt plötzlich aus einem anderen Blickwinkel. Es wird einem erst bewusst, wie vergängllich alles ist.

    Ein tolles Interview. Ich will mir dieses Jahr auch Irland anschauen und hoffe, daß es klappt.
    Wünsche eine schöne Woche.
    LG Sonja (s.werkowski@kabelmail.de)

  5. Huhu,
    ich kann das nicht wirklich beantworten, denn bisher habe ich "nur" meine Oma verloren, an der ich wirklich sehr gehangen habe. Wie ich damit umgegangen bin? Schwierig… Ich hab in den ersten Tagen geweint und was ich allerdings sehr schön fand, wir haben uns damals alle bei ihr im Haus getroffen und über sie geredet, also die Familien ihrer drei Kinder. Wir haben z.B. einen Spruch für die Trauerkarte überlegt und über alles Mögliche gesprochen. Ich glaube, dass uns das allen sehr geholfen hat. Ich bin kein Friedhofsgänger, ich denke auch jetzt, über vier Jahre nach ihrem Tod noch viel an sie, aber ich hab nicht einmal ihr Grab besucht, weil sie dort einfach nicht ist für mich.
    Liebe Grüße,
    Melanie
    melabu@web.de

  6. Hallo, 😀

    ich glaub es kommt immer darauf an wie die Beziehung zu diesem Menschen ist. Ich glaub, wenn jetzt ein geliebter Mensch von mir sterben, würde ich ziemlich darunter leiden und mich für ein paar Tage nur in meinem Zimmer verkriechen und alleine sein wollen.

    Viele liebe Grüße

    Ricarda

    ricarda.kehlert@gmx.de

  7. Liebe Jana,

    das ist ja ein sehr schönes Interview.
    Ich glaube, dass deine Frage nicht so leicht zu beantworten ist. Erst einmal ist es schwieirg sich in diese Situation hineinzuversetzen und dann hängt das Verhalten wohl auch davon ab, wie man zu dem Verstorbenen gestanden hat. Ich weiß, dass es sicherlich keinen Sinn macht, sich komplett zurückzuziehen, zumindest auf Dauer. Was mir aber immer sehr schwer fällt und was ich als 17-jährige Jugendliche nach dem Tode meines Vaters ganz schrechlich fand, ist das gemütliche Beisammensein der Freunde und Verwandten im Anschluss an eine Beerdigung. Das braucht es für mich nicht, aber auch da gehen die Meinungen ganz sicher auseinander.

    Meine -email mag ich hier jetzt nicht posten, aber du findest mich unter dem Pseudonym "schlumeline" auch auf Literaturschock und seinen Foren und dort ist auch meine e-mail Adresse hinterlegt. Suse kann damit bestimmt etwas anfangen.

  8. Huhu Jana,
    das Thema Trauer ist an sich schon ein sehr unangenehm emotional aufwühlendes Thema. Ich bleib da lieber rational, wenn ich drüber rede… deswegen nur kurz: Ich absolviere Phasen der Trauer, manche recht schnell, dafür andere sehr langsam. Am liebsten versuche ich zu negieren.
    Liebe Grüße
    Jill
    reallyhappy(at)gmx.de

  9. Ein wirklich tolles Interview, hast d wirklich gut umgesetzt 🙂
    LG, Sandrina

  10. Schönes Interview 🙂

    Ich könnte mich nicht verkriechen. Dann würde es mir noch schlimmer gehen. Ich würde mich ablenken, sei es mit der Arbeit, oder Sport oder sonst was. Ich glaube auch nicht, dass es der Seele gut tuen würde, wenn man sich verrkriecht und trauert :/
    schneefloeckchen89(at)gmail.com

    Liebe Grüße

  11. Guten Abend,
    bei einem Verlust verkrieche ich mich auch. Ich brauche dann erst mal Zeit für mich. erdal.y.68 ät live.de

    Gruß
    Erdal

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